Kennst Du das? Du kommst nach Berlin, willst viel sehen. Es gibt ja alles mögliche hier. Oder noch schlimmer, Du wohnst in Berlin und bekommst Besuch von Bekannten und Verwandten. Und diese wollen dann was schönes sehen. Den richtigen Sonntagsausflug. Das Touristenprogramm. Eine schöne Tour durch die Stadt mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, abseits von Geschäften und Einkaufstraßen. Außer Berliner Parties gibt es noch eine Reihe weiterer Unterhaltungsmöglichkeiten in Berlin. Eigentlich hast Du auch schon eine Idee, aber die ist nicht so überzeugend. Also gehst Du in's Internet und findest - nichts.
Um diesem Zustand etwas Abhilfe zu schaffen, geben wir hier ein paar Tipps, zeigen Die, welche Touristenroute Du einschlagen kannst, wo und wie Du viel von Berlin siehst und das ganze am besten noch sehr günstig und ohne das Auto.
Wusstest Du, dass es vom Brandenburger Tor nur ein Katzensprung zum Potsdamer Platz ist? Dass man vom neuen Hauptbahnhof (ehemals Lehrter Bahnhof), innerhalb weniger Minuten am Kanzleramt ist und am Reichstag steht? Oder dass eine S-Bahnstation vom Hauptbahnhof auch schon die Friedrichstraße beginnt? Zu Fuß vom Brandenburger Tor, über die Straße "Unter den Linden", ist man auch in kürzester Zeit an der Friedrichstraße.
Und wiederum eine S-Bahnstation weiter beginnt bereits der Hackesche Markt mit seinen schönen Hackischen Höfen, vielen Cocktail-Bars und sonstigen Sehenswürdigkeiten, die man als Tourist doch mal gesehen haben will :)
Eine Station vom Hauptbahnhof zum Zoo ist schon das Schloß Bellevue, Residenz des Bundespräsidenten.
Eigentlich braucht man, um diese Sehenswürdigkeiten abzudecken kein Auto. Wer gerne etwas zu Fuß unterwegs ist braucht nicht einmal den Bus oder die Bahn.
Der "größte Kreuzungsbahnhof Europas" der im Mai 2006 feierlich eröffnet wurde ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Man sollte ihn doch einmal gesehen haben. Ob er einem dann gefällt, ist dann eine andere Frage. Mit zahlreichen Geschäften, Cafes und sonstigen Schnell-Imbissen ist er ausgestattet, die auf mehrere Ebenen verteilt sind.
Wer es hier eilig hat, ist etwas verloren, wer Zeit hat zu gucken, genau richtig.
Es sollte doch jeder einmal gesehen haben, von wo aus in Berlin regiert wird. Auch das Bundeskanzleramt trägt unter den Berlinern einen seltsamen Namen: "Waschmaschine" nennen sie es - wieder aufgrund der Bauform.
Das Haus der Kulturen der Welt (HKW) zeigt Ausstellungen, Filme, Musikkonzerte, Tanz- und Theaterperformances. Die Themen der Künstler sind frei gewählt, haben aber einen Hang zur außereuropäischen Kunst. Das Haus der Kulturen der Welt wurde 1998 gegründet. Von den Berlinern wird es gerne mal "Schwangere Auster" genannt, was auf die Architektur zurückzuführen ist. Es sieht von der Form her aus, wie eine riesige Auster.
Auf diesem Gebäude ist die bekannte Glaskuppel, durch die man durchlaufen kann. Wer die Gelegenheit hat, außerhalb der Staßzeiten hierher zu kommen, sollte das tun. Donnerstags gegen Abend ist man in der Regel innerhalb von 5 Minuten durch die Sicherheitskontrolle. Wer Samstags oder Sonntagsmorgens - am besten noch bei schönstem Wetter ankommt, der darf sich über eine riesige Schlange vor der Tür nicht wundern. Der Eintritt ist an allen Tagen frei.
Das Brandenburger Tor, Wahrzeichen der Stadt Berlin, wurde vor kurzem erst restauriert und sieht quasi wieder wie neu aus. Es steht am Ende der Straße Unter den Linden und wurde im Jahre 1791 fertig gestellt. Die Quadriga zeigt übrigens in den Osten Berlins und die Mauer ging nicht durch das Brandenburger Tor, sondern vor dem Brandenburger Tor vorbei, es stand somit auf der Ostseite der Mauer.
Der Potsdamer Platz stellt sich aus verschiedenen Gebäuden zusammen. Darunter das Sony-Center, mit seinem zirkus-ähnlichem Dach - für jeden Hobby-Fotografen ein Muss! Außerdem steht hier die DB-Zentrale und ein Berliner Casino hat sich angesiedelt. In den Potsdamer Platz Arcaden kann man shoppen auf 3 Ebenen.
Die Siegessäule Berlin am großen Stern (ein großer Kreisverkehr) wurde 1873 fertiggestellt. Sie wurde aufgrund des Sieges im Deutsch-Dänischen Krieg 1864 erbaut.
Gegen eine geringe Gebühr (Studentenermäßigung) kann man die 285 Stufen bis nach oben hinauf laufen und einen wunderbaren Blick über Berlin genießen. Wer eine professionelle Photoausrüstung mitführen möchte, muss eine Photolizenz für rund 30 EUR erwerben.
Der beste Tipp, was günstige Stadtrundfahrten angeht, ist immer noch der Bus Linie 100. Er startet am Bahnhof Zoo und endet am Alexanderplatz (oder umgekehrt).
Er fährt an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei. Darunter das Willy-Brandt-Haus, die Siegessäule, das Haus der Kulturen der Welt (schwangere Auster), vorbei am Kanzleramt und dem Reichstag, dicht am Brandenburger Tor vorbei. Sodann geht es weiter richtung Alexanderplatz, vorbei am roten Rathaus, den Überresten des Palastes der Republik (Erichs Lampenladen) bis dicht an den Fernsehturm.
Mit einer BVG-Tages, Wochen- oder Monatskarte kann man einfach einsteigen. Ansonsten reicht ein normales AB-Regeltarif-Ticket (2,10 EUR, stand Dezember 2007).
Wer lieber am Potsdamer Platz vorbei fahren will, der nimmt die Linie 200, auch diese ist zu empfehlen.
Tickets über wohin-heute.net gewinnen und hingehen!
Trance, Progressive und House
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